Peter Hertha

Peter Hertha entwickelte eine Uhr, welche anders als die Üblichen den Ablauf der Zeit durch die lineare Anordnung von Lichtkörpern sichtbar werden lässt. Die Elektronik dieser Uhr stellte für die damalige Zeit eine beeindruckende Leistung dar. Damals erhielt die Uhr ein Plexiglas Gehäuse um diese bedeutende Elektronik sichtbar zu machen.
Heute interessiert diese nicht mehr. Jedoch bleibt die Idee – anhand von 39 Lampen die Zeit sichtbar zu machen – spannend.

Peter Hertha entwickelte in 20 Jahren die Uhr auf vielfältige Weise. Ein Standmodell war es zu Anfang, dann kamen Tischmodelle hinzu. Eines dieser kleineren Versionen erhielt Ende der 70er Walter Scheel als Geschenk der Stadt Kassel überreicht. 1977 wurde sie als neun Meter hohe Standuhr in der Innenstadt von Kassel errichtet, wo sie noch heute an ihn erinnert. Noch im Frühjahr 1991 erstellte er weitere Pläne im neuen Design für sein Werk. Zur Verwirklichung dieser Pläne sollte es nicht mehr kommen. Peter Hertha starb 1991 im Alter von 51 Jahren.

Anfang der 80er Jahre wurde die Uhr als Monument am Rheinturm von Düsseldorf erbaut. Allerdings nicht unter dem Namen von Peter Hertha sondern von Horst H. Baumann. Während der Arbeit an einer Laserinstallation 1977 in Kassel lernten sich Horst H. Baumann und Peter Hertha kennen. Das „Plagiat“, für welches Horst H. Baumann seinerzeit einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde erhielt, ist bis heute ein Wahrzeichen der Stadt Düsseldorf.